1. April 2018 - Osternacht


Liebe Gemeinde!

Was macht diese Osternacht so besonders? Es ist ja nicht nur der Reiz des Übergangs von der Nacht zum Tag. Das haben wir ja eigentlich an jedem Morgen. Es ist auch nicht nur die Gemeinschaft mit anderen, die wir draußen vor der Kirche, nachher im Abendmahl in der Kirche und beim Frühstück erleben. Das erleben wir ja bei vielen Gottesdiensten. Sondern das Besondere ist: Dieser Morgen weckt Hoffnung.

Das wird deutlich an einem Abschnitt des ersten Briefes des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki:

Wir wollen euch aber nicht verschweigen, was mit den Verstorbenen geschieht. Denn ihr sollt nicht um sie trauern wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wir glauben doch,dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott die Verstorbenen durch Jesus und gemeinsam mit ihm aus dem Tod herausführen.

Paulus macht seiner Gemeinde Mut angesichts der Trauer – Menschen aus der Gemeinde sind gestorben. Trauer, die viele von uns kennen. Wenn der Tod das Leben besiegt. Die Nacht den Tag verdüstert. Gemeinschaft abgebrochen wird.

Den Menschen, die das erleben, schreibt Paulus: Ja – ihr sollt um liebe Menschen trauern. Aber nicht trauern ohne Hoffnung. Denn eure Hoffnung hat einen festen Anhaltspunkt – das Geschehen der Osternacht. Die Auferstehung Jesu. Da hat Gott bereits einen aus dem Tod auferweckt. Da hat das Licht des Ostermorgens die Nacht des Todes überstrahlt.

Wer an Christus glaubt, der ist mit ihm in einer engen Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft, die sogar der Tod nicht auflösen kann. Gott wird die Verstorbenen aus dem Tod herausführen – durch Jesus und gemeinsam mit Jesus.

Damit schenkt Gott uns mit Ostern eine Perspektive über den Tod hinaus. Eine Hoffnung, die nicht nur Spekualtion ist, sondern auf einem Geschehen beruht. Eine Gemeinschaft, die durch nichts aufgelöst werden kann. Einen Trost, der weiter trägt. Das macht diese Osternacht so besonders. Amen.