11. September 2016 - #Godifürdich zum Abschluss der Kinderbibeltage


Anspiel (M= Moderator; W= Weggle)

W: Da seid Ihr ja – endlich habe ich euch gefunden!

M: War das so schwer?

W: Die Kinder sind ja immer wo anders – da weiß ich ja gar nicht, wo ich meine Weckle hinbringen muss: Am Donnerstag im Wald, Freitag und Samstag im Gemeindehaus, heute hier!

M: Hauptsache, du bist da!

W: Und vor allem mein Brotkorb.

M: Ja, das ist heute besonders wichtig!

W: Warum? Ich dachte, Du hast für alle Pizza bestellt zum Mittagessen!

M: Klar – für nachher. Aber jetzt feiern wir doch noch Abendmahl.

W: Ach so – wie damals, als die Krach hatten.

M: Krach?

W: Weißt du nicht mehr?

Bilder zu „Schöne Freunde“ und „Krach in Korinth“.

W: Immer wenn die miteinander Abendmahl gefeiert haben, gab’s Zoff.

M: Ja – der eine Jünger Judas hat die Soldaten zu Jesus geführt.

W: Und als die ihn verhaftet haben, sind die anderen Jünger davongelaufen.

M: und Petrus hat gesagt: den Jesus kenn ich nicht.

W: Und in Korinth war’s auch nicht besser. Die Reichen haben alles aufgegessen, bevor die Armen überhaupt ins Haus kamen.

M: Da hast du Recht. Aber eigentlich wollte Jesus das nicht.

Bilder von „Alle werden satt“.

W: Damals gab er allen so viel Essen, dass 5000 Menschen satt wurden.

M: Wenn wir sehen, was Jesus uns schenkt, dann müssen wir eigentlich nicht mehr streiten.

W: Genau – und deshalb feiern wir Abendmahl. Mit dem Brot aus meinem Korb!

Predigt

Ja, so ist das mit uns Menschen. Wenn wir irgendwo zusammen sind, dann gibt es rasch Ärger, Streit, Zoff. Weil jeder Angst hat. Angst zu kurz zu kommen wie die Leute in Korinth. Angst vor dem, der stärker ist – wie die Jünger nach Jesu Verhaftung vor den Römern.

Was hilft gegen den Streit? Wenn ich nicht nur sehe, was mir fehlt, was ich nicht habe. Vielleicht besitzt ein anderer mehr als ich, vielleicht ist ein anderer stärker. Ja – aber ich habe doch auch viel. Ich kann doch auch was.

Das haben die 5000 Menschen gelernt, als Jesus ihnen zu essen gab. Es war wenig, was sie hatten: zwei Fische und fünf Brote. Aber Jesus hat einfach das Wenige genommen. Gott Danke gesagt. Und verteilt. Gott hat geholfen – es hat gereicht.

Wenn wir das nehmen, was wir haben. Gott danken. Und etwas daraus machen – dann werden wir nicht mehr darum streiten. Gott schenkt uns unendlich viel.

Das feiern wir, wenn wir nachher Brot und Saft nehmen. Gott danken und verteilen. Dass Jesus unsichtbar da ist. Mit seiner Kraft uns verbindet.

Das feiern wir nachher auch, wenn wir Sophie taufen. Gott hat ihr das Leben geschenkt. Gott hat Ihnen, liebe Familie Jabss, ein gesundes Kind geschenkt. Leonie eine kleine Schwester. Gott ist da mit seiner Kraft.

Diesem Gott, der uns so beschenkt, sollen wir vertrauen. Und zu diesem Vertrauen sollen wir Sophie Mut machen. Wenn wir mit ihr singen und beten. Durch die Geschichten aus der Kinderbibel. Durch die Angebote unserer Kirchengemeinde.

Wer so Gott vertraut, der bekommt die Einsicht: Dass Neid und Streit sich nicht lohnen. Der erkennt, was wirklich zählt im Leben. So sagt es das Bibelwort aus dem Sprüchebuch, das Sie für Sophie als Taufspruch ausgewählt haben: „Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein. Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.“ Amen.