13. April 2017 - Gründonnerstag


Liebe Konfi4-Kinder!

Liebe Gemeinde!

Vielen Dank – ihr habt uns gezeigt, wie wichtig Freunde sind. Aber auch, wie schnell man von Freunden enttäuscht sein kann. Beides gehört zusammen: Weil Freunde so wichtig sind, ist es besonders bitter, wenn sie uns im Sich lassen, Geheimnisse ausplaudern, uns nicht beachten.

Beides hat Jesus erlebt: Freunde, die er eingeladen hat. Die mit ihm durchs Land gezogen sind. Dabei waren, als er Kranke geheilt hat, Hungrigen zu essen gegeben, bei Außenseitern im Haus war, von Gott erzählte.

Aber dann auch die Enttäuschung: Wir sehen es an dem Bild vom letzten Mahl Jesu. Da haut hinten Judas ab, um die Soldaten zu Jesus zu führen. Da schaut ihn Petrus an und behauptet: Ich bleibe bei dir. Und wenige Stunden später bekommt er Angst. Sagt: Ich kenne Jesus nicht!

Von einem solchen Freund wären wir enttäuscht. Jesus aber hält zu Petrus. Und er isst mit Petrus und mit Judas. Er lädt ein. Er steckt seine Hand aus. Er sagt: Egal, welche Fehler du machst – ich bleibe dein Freund.

Das wird deutlich an seinem Mahl. Jesus gibt den Jüngern das Brot. Und gibt ihnen damit ein Stück von sich selbst: Seine Kraft, seine Hilfe. Sagt: unsichtbar bin ich bei dir. Wie ein guter Freund.

Das zeigt der Maler des Bildes daran, dass sich Jesu Gesicht im Wein spiegelt. Ich bin da, wenn ihr den Kelch teilt. Und im Brot sieht man das Kreuz. Und das P mit X – griechisch für CHR – Christus. Wenn ihr das Brot teilt, bin ich bei euch.

Brot und Kelch sind Freundschaftszeichen Jesu. Er sagt damit: Ich bin dein Freund. Ich bin bei dir – selbst wenn andere Freunde dich enttäuschen. Ich bleibe bei dir. Amen.