20. März 2016 - Palmsonntag Familiengottesdienst


Predigt/Erzählung: Einzug in Jerusalem mit Bildern (Kees de Kort)

Titel

Hier sehen wir Jesus mit vielen Menschen – seine Freunde, seine Jünger. Sie sind mit ihm unterwegs in ganz Israel. Sie erleben: Er macht kranke Menschen gesund. Er gibt 5000 Leuten zu essen. Er erzählt ihnen von Gott. Sie merken: Jesus hat viel Kraft – Kraft von Gott. Ist er der neue König von Israel? Ist er der Sohn Gottes? Kann er uns helfen?

Da sagt Jesus zu ihnen: „Jetzt gehen wir nach Jerusalem!“ „Nach Jerusalem?“ „In die größte und wichtigste Stadt von ganz Israel!“ „Da wird Jesus zum neuen König - und wir regieren mit ihm!“ So freuen sich die Jünger.

Aber Jesus schüttelt den Kopf: „Nein – so wird es nicht! Ich werde dort verhaftet und getötet. Aber nach drei Tagen werde ich auferstehen.“ „Was meinst du damit?“ „Wenn ich auferstehe, zeige ich: Ich bin stärker als der Tod. Ich kann allen Menschen helfen.“ Die Jünger schauen sich an, zucken mit den Schultern: „Was meint Jesus damit? Wir verstehen es nicht.“

Bild 1: Jesus zeigt den Jüngern das Dorf

Jetzt sind sie schon ganz nahe an Jerusalem. Jesus zeigt auf ein Haus: „Schaut da vorne in dem Dorf. Dort im Stall am Haus – was seht ihr da?“ „Eine Eselin und ihr Junges.“ „Genau! Bindet die beiden los und bringt sie zu mir.“ „Wie? Wir können doch nicht einfach die beiden Esel stehlen.“ „Nein. Wenn euch jemand fragt, dann sagt zu ihm: Der Herr braucht sie! Wir bringen sie auch bald wieder zurück. Dann bekommt ihr sie.“

Bild 2: Jesus auf dem Esel

Hier haben sie schon den Esel bei sich. Der Besitzer hat ihnen die beiden Esel gegeben. Sie ziehen ihre Mäntel aus und legen sie dem Esel auf den Rücken. Dann kann man bequemer darauf sitzen. Nun setzt sich Jesus auf den Esel – so reiten sie nach Jerusalem.

„Weißt du, was in einem alten Buch steht?“ So fragt einer den anderen. „In was für einem alten Buch?“ „In dem vom Propheten Sacharja.“ „Wer ist das?“ „Der hat vor vielen hundert Jahren gelebt. Der sagte zu den Menschen in Jerusalem: Dein König kommt zu dir auf einem Esel. Er schenkt dir Frieden. Er hilft euch.“ „Das ist schon stark: Ein König nicht auf einem großen Pferd, sondern auf einem Esel. Wie die armen Leute. Der will wirklich ganz nahe bei jedem sein und helfen.“ „Und Jesus macht es genauso: Reitet auf dem Esel nach Jerusalem.“

Bild 3: Jesus zieht in Jerusalem ein

Jetzt sind sie bereits in Jerusalem. Die Leute haben gehört: Jesus kommt. Jesus, der so viele Menschen geheilt hat! Jesus, der so viel Kraft von Gott hat. Jesus kommt zu uns – wie der versprochene König auf dem Esel.

Da ziehen sie ihre Mäntel und Hemden aus. Legen sie auf die Straße wie einen Teppich. Sie nehmen Zweige von den Palmen und winken.

Bild 4: Hosianna

Sie winken und rufen. „Hosianna!“ Das ist in ihrer Sprache – auf Deutsch heißt das: „Hilf doch!“ Wir brauchen dich! „Wir begrüßen unseren König. Gott hat ihn geschickt. Wir loben Gott. Gott segne ihn! Hosianna!“

Bild 5: Einzug in Jerusalem

Hier sehen wir Jesus in den Straßen von Jerusalem. Viele jubeln und winken. Andere schauen neugierig aus den Häusern. Einer reibt sich die Augen. Ist der wirklich der neue König? Der auf Gewalt verzichtet und auf einem Esel reitet? Kann er uns helfen?

Jesus hilft anders als erwartet. Er vertreibt nicht einfach die Feinde. Er zaubert nicht einfach alle Krankheiten und Probleme weg. Er lässt sich wenige Tage später verhaften und töten. Er kommt schon unscheinbar auf dem Esel. Er wird ganz schwach. Aber Gott hat sich an seine Seite gestellt. Hat ihn aus dem Tod auferweckt. Hat damit gezeigt: Ich bin stärker als alles, was es in der Welt gibt. Ich bin ganz nahe bei allen Menschen. Besonders bei denen, denen es schlecht geht. Ich weiß, wie das ist. Aber so wie Gott Jesus in ein neues Leben führte, so führt er auch uns durch alles Schwere hindurch – zu einem neuen Leben bei ihm.

Jesus kommt nach Jerusalem – sichtbar auf dem Esel. Er kommt auch zu dir und zu mir. Unsichtbar in unser Leben. Ich will dir helfen. Ich will dich begleiten – gerade dort, wo es dir schlecht geht. Ich helfe dir.

Dann können wir die Menschen in Jerusalem zu ihm rufen: Hosianna! Jesus, hilf mir, wo ich deine Hilfe brauche. Amen.