25. Juni 2017 - 2. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest


Kurzpredigt/Erzählung: Taufe bedeutet: Gott kleidet uns neu ein (Matthäus 22,11-13)

Liebe Konfi4-Kinder! Liebe Gemeinde!

Das war ja gar nicht so einfach, wie ich dachte: Die Frage: Was ist mein Lieblingskleidungsstück? Denn das ist ja auch unterschiedlich. Heute morgen habe ich Anzug, Hemd und Krawatte ausgesucht. Würde ich hier mit der Badehose stehen, fühlte ich mich unwohl. Heute Nachmittag am Baggersee wäre es genau umgekehrt. Flipflops am Strand sind bequem, auf der Baustelle wären sie gefährlich — bei Sicherheitsschuhen ist es wieder genau umgekehrt. So gerne ich meine Skiklamotten auf der Piste anziehe — so ungern würde ich es heute Morgen tun. Je nach Situation habe ich andere Lieblingskleider. Weil jede Situation andere Kleider erfordert. Kleidung und Ausrüstung — um damit das gut zu schaffen, was ich tun muss: ob Feuerwehrausrüstung, Sportklamotten, Regenmantel was auch immer ...

Kein Wunder, dass auch das, was Gott uns schenkt, oft mit Kleidung verglichen wird. Weil Gott uns in jeder Lebenslage das gibt, was wir brauchen: Schutz, Hilfe, Dinge, wo wir uns gut fühlen — Gott rüstet uns aus mit allem, was wir brauchen. Er kleidet uns ein mit der passenden Kleidung.


Das wird deutlich an einer Geschichte, die Jesus erzählt. Da sagt er: Gott ist wie ein König, der zu einem großen Fest einlädt. Viele Menschen von überall her. Der König geht zu den Gästen. Da sieht er: Einer hat keine Festtagskleidung an! Denn eigentlich muss der König seinen Gästen die passende Kleidung schenken. Doch dieser Mann hat sie nicht angezogen. Deshalb wirft er ihn heraus.

Ja — Gott schenkt uns die passende Kleidung. Für unser Leben. Gottes Kraft ist wie so eine Ausrüstung: wenn er uns schützt, wenn er uns hilft, wenn er uns mit anderen verbindet.

Zeichen für diese Ausrüstung ist die Taufe: Gott sagt zu uns: Ich helfe dir! Ich schütze dich! Ich lasse dich nicht allein! Natürlich geschieht das auch, wenn wir nicht getauft sind. Aber die Taufe ist das Zeichen dafür: Gott stellt uns die Kleidung zur Verfügung — doch anziehen müssen wir es selbst. Wenn wir zu Gott sagen: Ich vertraue dir. Hilf du mir. Begleite mich. Schütze mich. Amen.