5. Mai 2018 - Vorabendgottesdienst zur Konfirmation


Kurzimpuls bei Konfirmandenabendmahl

Wenn man die vielen Bilder sieht, dann merken wir, wie gefüllt so ein Konfi-Jahr ist. Man ist unterwegs – mit dem Zug, mit dem Bus, zu Fuß. Man ist unterwegs mit anderen zusammen. Man ist unterwegs durch das eigene Leben – wer das Bild vom Start vor einem knappen Jahr anschaut und diese Jugendlichen heute sieht – der merkt, wie sie äußerlich und innerlich gewachsen sind. Unterwegs auch in der Geschichte des Glaubens, der Kirche, der Bibel. Unterwegs mit Gott.

Genau das bedeutet Konfirmation: Ich mache mein Leben mit allen seinen Wegen, Umwegen, Irrwegen fest bei Gott. Von einer Person, bei der das deutlich wird, war in diesem Konfi-Jahr öfter die Rede. Wir sehen ihn hier auf dem Bild: Abraham unter dem Sternenhimmel.

Einer, der viel unterwegs war. Der im Alter mit seiner Frau Sara seine Heimat verlassen musste. Dem Gott versprochen hatte, ihn zum großen Volk zu machen. Und nichts passierte – nicht einmal ein Kind wurde ihm geboren.

Da steht er in einer Nacht unter dem Sternenhimmel. Mit leeren Händen. Weiß nicht, was kommt. Hört aber Gottes Stimme: Schau in den Himmel und zähle die Sterne. Kannst du sie zählen? Zu einem so großen Volk will ich dich machen.

Das Licht strahlt ihn von oben an mitten im Dunkeln. Abraham begreift, dass Gott auch dann noch da ist, wenn er – Abraham - keinen Weg mehr sieht. Und so kam es auch – Gott machte sein Versprechen war.

Wenn uns das auch deutlich wurde in diesem Jahr Konfirmandenzeit: Wir stehen manchmal im Dunklen mit leeren Händen. Wissen nicht, wie es weiter geht. Dann die leeren Hände öffnen für Gott. Mit ihm weitergehen. Schritt für Schritt ins Ungewisse. Und sehen, dass ein Weg daraus wird.

Wir feiern jetzt Abendmahl – empfangen Brot und Saft. Öffnen unsere Hände dafür – für dieses Zeichen von Gottes Nähe. Gehen mit ihm weiter durch unser Leben. Unterwegs als einzelne, unterwegs miteinander, unterwegs mit Gott. Amen.