6. Oktober 2019 - Erntedank


Vielen Dank für das, was Ihr uns gezeigt habt. Es steckt ganz schön viel Arbeit dahinter, bis wir das Brot auf dem Tisch haben. Auf den Bauernhöfen, in den Mühlen, in den Bäckereien. Wir sind froh, dass es diese Menschen gibt!

Aber diese Arbeit und diese Mühe allein reichen nicht. Davon allein kann kein Körnchen in der Erde wachsen. Es ist zugleich Gottes Geschenk. Der Sonne und Regen, guten Boden und Wachstum schenkt.

Deshalb gehört zum Erntedankfest heute beides dazu: Der Dank an die Menschen, die Nahrungsmittel herstellen. Dass sie von ihrer Arbeit leben können. Dass ihre Arbeit ihren Preis wert ist und wir nicht nur möglichst billig essen wollen.

Vor allem aber auch der Dank an Gott, der die Früchte wachsen lässt, der uns Menschen den Segen schenkt, dass wir unsere Arbeit tun können. Unser Brot ist Geschenk Gottes.

Deshalb sollen wir die Menschen im Blick behalten, die nicht die Nahrungsmittel zur Verfügung haben wie wir. In den armen Ländern dieser Welt. Denn was wir zu essen haben, das gehört uns nicht allein. Das Geld, das wir verdienen, sollen wir einsetzen für andere. Dann geht es allen besser.

Deshalb sagte vor vielen tausend Jahren bereits der Prophet Jesaja:

Ladet die Hungernden an euren Tisch, nehmt die Obdachlosen in euer Haus auf, gebt denen, die in Lumpen herumlaufen, etwas zum Anziehen und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen! Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen und eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz. Dann werdet ihr zu mir rufen und ich werde euch antworten; wenn ihr um Hilfe schreit, werde ich sagen: 'Hier bin ich!'

Essen, Heimat und Kleidung denen geben, die das nicht haben. Sehen, wer unsere Hilfe braucht. Auch durch unsere Erntegaben für Zusam für die Menschen, deren Geldbeutel leerer ist als meiner. Dann geht es allen besser, weil niemand um sein Leben Angst haben braucht. Dann spüren wir die Nähe Gottes, der will, dass alle Menschen gerechte Lebenschancen haben. Der auf Hilferufe antwortet und zusagt: Ich bin da!

Wer dankbar das, was er hat, als Gottes Geschenk nimmt. Wer mit dem teilt, der weniger hat – der sorgt dafür, dass wir alle glücklicher sind. Das ist wie ein Lichtblick in einer dunklen Welt. Amen.