9. April 2017 - Palmsonntag - Familiengottesdienst


Vielen Dank Euch, den Kindern und Erzieherinnen von der Villa Kaleidos, für das, was ihr uns gezeigt habt.

In Eurer Geschichte gerade war die Mama war ja nicht gerade begeistert: Da kam Benjamin mit einem dreckigen Mantel heim. Weil er Jesus begrüßt hatte.

Ja, Jesus kommt auch dorthin, wo es dreckig ist. Das ging schon bei seiner Geburt los in einem Stall, das war am Palmsonntag so – und noch schlimmer kam es am Karfreitag: Jesus muss sogar Schmerzen erleiden und wird getötet.

Aber warum? Weil er den Menschen nur helfen kann, wenn er ganz nahe bei ihnen ist. Wenn er Gottes Kraft dorthin bringt, wo Menschen traurig sind, leiden, Angst haben – eben dort, wo es dreckig ist. Aber er kommt dort hinein mit Gottes Kraft.Schenkt Kraft, wo wir schwach sind. Hilft, wo wir uns hilflos fühlen. Schenkt sogar ein Leben, das mit dem Tod nicht endet – bei seiner Auferstehung am Ostermorgen.

Deshalb bitten ihn die Menschen um Hilfe mit dem Ruf: „Hosianna – hilf doch!“ So können wir ihn um Hilfe bitten, wenn wir Hilfe brauchen.

Jesus verspricht nicht: Es geht euch immer gut. Es kommt kein bisschen Dreck in euer Leben. Aber er verspricht: Ich bin da bei euch. Ich helfe euch.

Für dieses Versprechen gibt es ein Zeichen: Die Taufe. Sozusagen das Wasser, das den Dreck wegwäscht. Wenn wir jetzt Pia taufen, wird das deutlich: Jesus kommt in ihr Leben. Begleitet sie.

Diese Begleitung kommt zum Ausdruck in dem Taufspruch, den Sie, liebe Tauffamilie, für Pia als Taufspruch ausgesucht haben: Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

Gottes Hilfe und Gottes Nähe zeigt sich in Gottes Engeln. Seinen guten Mächten, die Pia und uns zur Seite stehen. Manchen scheinbaren Zufällen, die sich gut fügen. Und Engel heißt „Bote“. Also zeigen sich Gottes Engel in allen Menschen, die Gott in Pias Leben schickt, um ihr zu helfen.

„Hosianna – hilf doch!“ So riefen die Menschen an Palmsonntag Jesus zu. So dürfen wir Jesus bis heute um Hilfe bitten. Und Pia soll den kennen lernen, den Sie um Hilfe bitten darf. Wenn Sie als Familie mit Pia singen und beten, durch die Geschichten aus der Kinderbibel, durch die Angebote unserer Kirchengemeinde. So dass Pia selbst sagen kann: Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie mich behüten. Amen.